Blickkontakt

Groß, graubraun, eine Haut, runzlig wie Baumrinde  und ein unendlich trauriger Blick. So lassen sich die asiatischen Elefanten, die wir heute im Zoo gesehen haben, am Besten beschreiben.

Wenn man Ihnen eine Weile zusieht, erkennt man, dass sie sich beinahe zu Tode langweilen, absolut unterfordert sind. Während die eine Elefanten Dame immer wieder mit dem Kopf hin und her schaukelt, läuft die andere ständig den gleichen Weg auf und ab und wartet zwischendurch vor dem geschlossenen Tor  des Elefantenhauses.

Ich verstehe ja, dass es wichtig ist, Tiere in Zoos zu halten. In freier Wildbahn sind viele Arten ja schon nahezu ausgerottet. Und wo sollte ein Stadtkind sonst die Tierwelt unseres Planeten sehen? Aber es macht mich traurig, wenn ich daran denke, dass intelligente Großtiere wie Elefanten oder Menschenaffen nur in lebenslänglicher Gefangenschaft überleben können.

Auf der anderen Seite sind Zoos die einzige Möglichkeit für ambitionierte Hobbyfotografen, auch ohne eine kostspieliege Safari durch Afrika machen zu müssen, faszinierende Fotos dieser Riesen aufzunehmen zu können.

Big, grey-brown, the Skin looking like Tree bark and an infinitely sad gaze. In my opinion the best way to discribe the Asian Elephants, we´ve seen today in the Zoo.

If you watch them for a while you realize, that they are absolutely bored and unchallenged. While one Elephant Lady is always shaking her had from the left to the right, the other one is walking the same way again and again and then she is waiting in front of the closed door of the Elephant house.

I know, it´s important to keep Animals in Zoo, because many species are extinct in the wild. And where else shall a modern childsee see the the Animals of the world. But it´s making me sad to know, that intelligent Animals like Elephants oder great Apes can only survive in lifelong captivity.

On the other side, Zoos are the only possibility for an ambitioned Photographer to take fascinating Pictures from thes Giants.

10 Gedanken zu „Blickkontakt

  1. Hallo Ingo!
    Vielen, vielen Dank für den tollen Kommentar! Es macht doppelt Freude, wenn sich ein Besucher so viel Mühe macht und ein Bild so eingehend betrachtet.
    Mit der Interpretation hast Du Recht. da ist sicher viel Phantasie im Spiel, aber wir Säugetiere müssen ja zusammen halten 😮
    LG Thomas

  2. Tolles Foto! Faszinierend, neben dem Detailreichtum, finde ich vor allem, was der Betrachter in das Wesen/die Stimmung des Riesen hineininterpretieren kann. Denn anstelle des Blicks, bzw. des Auges sieht man eigentlich nur eine Öffnung. Wirklich interessant, was das menschliche Gehirn so leistet… . 😉

  3. Ein klasse Detailfoto ist Dir hier gelungen, wenn ich Deine Zeilen so lese, glaube ich, ebenfalls zu dieser Gattung zu gehören;-)))))Nee, im Ernst, traurige Augen fielen mir auch schon oft bei Besuchen im Zoo auf, aber eigentlich werden die Tiere dort richtig verwöhnt. Es sind nur unsere Gedanken, die in die falsche Richtung gehen. Mir fallen vor allem immer die traurigen Augen der Hunde auf, kriegt man ja auch öfters zu sehen, als Elefanten. Aber ich gebe Dir Recht, die Augen sind der Spiegel der Seele, Glück oder Unglück lässt sich daraus lesen, beim Tier wie beim Menschen. LG Conny!

  4. Tja, die Dickhäuter, liebe Sabine! Danke für deine Kreitik zum Bildschnitt. Habe ich am Rechner mal probiert, aber meine Version gefiel mir trotzdem besser. Liegt halt im Auge des Betrachters.
    So schlecht ist Dein Deutsch doch gar nicht, nur ein wenig eingerostet. Einmal eine Native, immer eine Native 😮

  5. Traurig sehen sie wirklich immer aus (besonders im Zoo), aber dies ist eine wirklich schoene Aufnahme. Ich wuerde eventuell links etwas (bis naeher zum Auge) beschneiden (crop closer to the eye – mein Deutsch ist fuerchterlich). Fuer mich ist es etwas hell links neben dem Auge, aber der Ruessel ist toll.

  6. Da bin ich bei Dir. Gerade bei Elefanten kommen mir auch immer diese Gedanken auf. Da kann das Gehege noch so groß sein! Schade eigentlich und es stellt sich mir auch die Frage ob man wirklich jedes Tier auf biegen und brechen im Zoo haben muss. 😕

    LG Gerd

  7. Hi Moni! Schön, dass Du meine Gedanken teilst. Du hast recht, in den Zoos hat zum Wohl der Tiere ein Umdenken statt gefunden. In meiner Kindheit hockten Raubkatzen und Bären noch in engen Käfigen. Heute haben sie wenigstens Freigehege und die Pfleger sind bemüht, ihren Schützlingen Abwechlsung zu bereiten. Alles in Allem also eine positive Entwicklung.

    LG Thomas

  8. Hallo Thomas,
    herrliche Detailaufnahme, in die man natürlich viel hineindenken kann.
    Ich gebe Dir in allem, was Du ausgeführt hast, völlig recht. Gottseidank wird heute in fast allen Zoos sehr viel getan, um den Tieren größtmöglichen Freiraum zu geben.
    Liebe Grüße
    moni

  9. Hallo Mathilda! Augen sind auch für mich etwas faszinierendes. VIelleicht habe ich ja etwas in diesen Blick hinein interpretiert, das nicht da ist. Aber der Blick der großen, grauen Dame hat mich halt tief berührt.
    LG Thomas

  10. Ich glaube, dass sie immer so einen Blick haben und konnte noch keinen Elefanten fotografieren, aber Augen von Tieren fazinieren mich sehr. Auch Vögel haben oftmals einen traurigen Blick, auch wenn sie nicht eingesperrt sind.
    Sehr schönes Foto.

    LG Mathilda 😉

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