Archiv für September, 2010
Posted by Lightbrush in Alle Kategorien, Allgemein, Landschaft, Reise Fotografie, Tiere, Tags: Arabian Camel, Asche, Ash, Camel, Dromedar, Dromedary, Kamel, Lanzarote, Lava, Vulcano, Vulkan
Eine beliebte Touristenattraktion ist der Ritt auf einem Dromedar. Gegen Zahlung eines nicht geringen Obolus treibt ein Führer die mit Touristen beladenen Tiere zwanzig Minuten lang durch die bizarre Vulkanlandschaft. Ich finde, dass man anhand der kleinen Karawane einen Eindruck von der Größe der umgebenden Vulkane erhält.
Wer einmal einen solchen Ritt mitgemacht hat, weiß, warum diese Tiere auch gerne mit dem Namen “Wüstenschiff” bezeichnet werden. Mit gemächlichen, schaukelnden Schritten tragen sie ihre Last klaglos durch die Wüste und es soll schon der eine oder andere Passagier Seekrank geworden sein.
Die Dromedare sind ein Überbleibsel aus der Zeit, als auf Lanzarote noch intensiv Landwirtschaft betrieben wurde. Die genügsamen, an das Wüstenklima angepassten Tiere eigneten sich hervorragend, um dem Land unter großen Mühen einen kargen Ertrag abzuringen. Heute gibt es noch einen großen Bestand in Yaiza und mit ihnen wird das Geld der Besucher geerntet.
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Wenn man sich mal das Meer, den Strand und die Palmen weg denkt, dann hatten wir heute Abend auch so einen herrlichen Sonnenuntergang.
Obwohl sich das Wetter heute von seiner guten Seite zeigte und das Thermometer auf sagenhafte 24° Celsius kletterte, hätte ich meine Zeit lieber auf Lanzarote verbracht.
Aber wer träumt zu Hause nicht vom letzten Urlaub und sehnt sich nach ein wenig Entspannung oder danach, einfach in den Tag hinein leben zu können.
O. K., stellen wir also den Wecker, damit wir morgen trotz der Träumereien das Aufstehen nicht vergessen
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 Jameos del Aqua
Nachdem man den unterirdischen See auf einem schmalen Felsband passiert hat, gelangt man in den offenen Teil der Jameos de Agua. Hier wurde von Cesar Manrique ein optischer Leckerbissen geschaffen.
Eingebettet in die Lavalandschaft liegt ein weißes Becken, das mit blau schimmerndem Wasser gefüllt ist. Leider ist das Baden strikt verboten, aber probieren würde ich es schon gerne mal.
Links im Vordergrund sind ein großer und ein kleiner Lavabrocken zu sehen. Der größere der beiden dient täglich ungezählten Knipsern als Kulisse für das “Stell Dich mal dahin” Ritual. Ich habe mich oft gefragt, ob dieser Felsen ab und zu ausgetauscht wird. Denn bei der ständigen Belastung der auf ihm herum kriechenden Touristen muss er sich doch mal abnutzen, oder ?
Wie schon gesagt, wer die Möglichkeit hat, die Jameos del Agua am Abend zu besuchen, sollte dies unbedingt tun. Zur blauen Stunde verwandelt sich die Anlage in ein Märchenland und hinterläßt einen magischen Eindruck beim Besucher.
Ürbigens, hinten links, am Ende der Anlage befindet sich in einer weiteren Höhle ein Konzertsaal. Leider hatten wir bisher keine Gelegenheit, an einer Vorstellung teilzunehmen. Aber am Abend kann man Glück haben und steht ganz allein in dieser Höhle. Dann kann man klassische Musik vom Band genießen, die den Raum durchflutet und hat eine vagen Eindruck, wie sich diese Musik Live anhören muss.
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 Kulinarischer Genuss in den Jameos del Agua
Im Norden Lanzarotes liegt der Vulkan de la Corona. Zu Füßen des Vulkans liegt ein großes Lavafeld, in dem ein ausgedehntes Höhlensystem zu finden ist.
In einer dieser Höhlen liegen die Jameos del Agua. Über eine gewundene Treppe gelangt man in eine erste, nach oben offene Höhle, in der sich ein Restaurant befindet. Von hier aus geht es weiter zum etwas tiefer gelegenen See, der über ein Netz von Felsspalten und Höhlen mit dem Atlantik verbunden ist. Wer sich die Zeit nimmt und die Jameos del Agua ausgiebig genießt, wird feststellen, dass sich der Wasserspiegel mit den Gezeiten hebt und senkt.
Im See leben blinde Krebse, die ansonsten nur in der Tiefsee zu finden sind. Warum sie sich ausgerechnet den See in den Jameos del Agua als Heimat ausgesucht haben, wird wohl nie jemand heraus finden. Die gerade mal Fingernagel großen Tiere ernähren sich spartanisch von Algen, die sie von den Felsen abpflücken.
 Blinder Höhlenkrebs
Meinen Versuch, eins der Tiere zu fotografieren, hätte ich beinahe teuer bezahlt. Am Ufer des Sees auf Lavasteinen knieend, in der einen Hand zwei LED-Taschenlampen, in der anderen Hand die Kamera mit Makroobjektiv hätte ich beinahe das Gleichgewicjt verloren. In letzter Sekunde habe ich Halt gefunden und lediglich eine der Taschenlampen ist feucht geworden. Großes Fotografenglück!
Der See liegt in einer großen Höhle und unser nächtlicher Ausflug ist ein voller Erfolg. Die Höhlendecke wird abwechselnd in unterschiedlicher Intensität beleuchtet und spiegelt sich auf der Wasseroberfläche. Durch die Reflexion ensteht die Illusion einer tief in die Erde hineinragenden Höhle. Ein fantastatischer Anblick!
Untermalt wird der Anblick am Abend unseres Besuchs mit Musik des Künstlers Kitaro. Die sanften elektronischen Klänge verleihen der Szenerie eine eigenartige, fast schon psychedelische Stimmung und verführen zum Träumen. Der Besuch zur Nachtzeit an einem der drei dafür vorgesehenen Abende ist unbedingt zu empfehlen.
 Die illuminierte Höhle am Abend
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 Mit Mausklick zum Großbild
La Graciosa, ist eine der drei Inseln vor der Nordküste Lanzarotes. Der Name der Insel bedeutet soviel wie “Die Anmutige”.
Die Einwohner haben sich bisher erfolgreich gegen den Massentourismus gewehrt und so kann man auch heute noch Natur pur genießen.
Vor vielen Jahren haben wir die Insel nach einer Fahrt an Bord eines kleinen Schiffes mit vielleicht dreißig Passagieren besucht. Von Orzola aus führte die Tour recht stürmisch um Punta Fariones herum zum Hafen Caleta del Sebo auf La Graciosa. Die Strömungen vor Punta Fariones sind ziemlich heftig und die Magennerven einer Landratte werden ausgiebig gefordert.
Auf einem sandigen, von Schneckenhäusern übersäten Weg zwischen den Vulkanen Montaña del Majón und Los Agujas Grande wanderten wir zur Nordseite, von wo aus wir die Isla de Montaña Clara sehen konnten. An die Stille und den Frieden auf La Graciosa erinnere ich mich immer noch gerne zurück.
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