Leaving on a Jet Plane

Normalerweise beginnt man die Schilderung seiner Reiseerlebnisse ja am Anfang. Ich fange heute aber mal mit dem Ende an, weil so stolz darauf bin, das mir dieses Bild gelungen ist.

Nach zwei Wochen auf der Vulkaninsel Lanzarote, der Insel der Feuerberge, kam wie immer viel zu schnell das Ende der Urlaubsreise. Da freut man sich eine halbe Ewigkeit auf die beiden schönsten Wochen des Jahres und dann rast die Zeit nur so dahin.

Immerhin konnte ich beim Einchecken die Dame am Counter so mit meinem Charme becircen, dass sie uns Plätze am Fenster in Reihe 2 auf der linken Seite des Fliegers gabe. Die Reihe 1 war leider schon reserviert. Als alter Fuchs, der ich bin, gelang dann beim Einschwenken auf die Startbahn diese Aufnahme.

Ich weiß nicht, seit wieviel Jahren ich auf diesen besonderen Ausblick gewartet habe. Es gibt etliche missglückte Versuche, die ich bei unzähligen Starts auf den Start und Landebahnen dieser Welt unternommen habe. Aber diesmal hat alles geklappt. Manchmal lohnt sich eben das Warten. Klar, dass ein Poster in meiner privaten Galerie aufgehängt wird.

Zum Glück saß das Bordpersonal schon angeschnallt auf den Sitzen. Elektronische Geräte müssen ja bei Start und Landung ausgeschaltet werden und schließlich verfügt die Canon EOS 50D über mehr Elektronik als die erste Mondfähre, die am 20. Juli 1969 auf dem Mond gelandet ist.

Natürlich hat der Start trotzdem gut geklappt und ich habe die langersehnte Aufnahme im Kasten.

Noch ein Nachsatz für die Liebhaber perfekter Bilder. Die Reifenspuren im Vordergrund habe ich ganz bewußt nicht retuschiert. Ich finde, dass die Aufnahme so einen authentischeren Charakter erhält.

8 Gedanken zu „Leaving on a Jet Plane

  1. Hallo Gerd,
    für ein gutes Foto oder eine tolle Perspektive braucht man eben auch eine dicke Portion Glück.
    Na ja , ein wenig flirten beim einchecken kann auch hilfreich sein :o)

  2. Tolles Foto, diese Position ist mir bisher noch nicht geglückt. Und stimmt, no risk, no fun! :mrgreen:

    LG Gerd

  3. Hallo Jens und vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Blog.

    Zuerst war ich unschlüssig, ob ich das Bild retuschieren soll, oder nicht. Jetzt, wo es im Format 50 x 70 als gerahmt an der Wand hängt, weiss ich, dass es im Original mit allen „Schönheitsfehlern“ genau richtig ist. Es freut mich, dass Du meine Meinung zum Original teilst.

  4. Das Bild ist der Hammer.
    Ja nichts retuschieren,die Spuren gehören einfach dazu.

    Und ich weiß auch warum die Ausrüstung so genau kontrolliert wird….man kann damit SCHIESSEN….Fotos :-))

  5. Hallo Conny und vielen Dank für den Kommentar und das Lob. War aber mehr Glück als Können und ein bisschen das Gefühl für den richtigen Moment :o)

    Und wie Du weißt, kann ich alter Märchenerzähler das Geschichten erzählen eben nicht lassen ;-))

  6. Hi Sabine!

    No risk, no fun :o) Und ich bin sicher, ich hätte die Stewardessen mit meinem Charme „eingewickelt“, um die Beschlagnahmung der Kamera zu verhindern 😉

    Unangenehmer ist es schon, dass ich beim Einchecken immer meine komplette Ausrüstung prüfen lassen muss. Die Zollbeamten haben auch diesmal wieder das Netbook und die Kamera peinlich genau auf Sprengstoff getestet. Und zwar sowohl in Deutschland als auch in Spanien. So langsam gewöhne ich mich aber daran.

    Besser wäre natürlich, die Zöllner würden die Kamera auch gleich reinigen und technisch überprüfen, das würde mir zu Hause eine Menge Arbeit ersparen :o))

  7. Ich bin zwar kein Könner perfekter Bilder, aber dafür Liebhaber solcher gelungenen Fotos. Hast Du klasse hinbekommen und die Geschichte dazu gefiel mir auch sehr gut.

  8. Ich freue mich fuer Dich, dass Du dieses Bild eingefangen hast. Ich bin auch froh, dass sie Dich nicht bei der Aufnahme erwischt haben. Vielleicht haetten sie Dir sonst noch Deine Kamera abgenommen. :-0

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